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Modulbeschreibung
Modul:IT-gestütztes Prozessmanagement

IT-based process management

Ingénierie des processus et systèmes d'information

Belegnummern:41.4856 [NFE109; PVL 41.4857; Modul 41.48560]
Sprache:deutsch
Zuordnung:CNAM - Masterzyklus
CNAM Master - Masterzyklus
Dualer Master 2013 - Katalog AS: Anwendungs- und systemorientierte Module
Dualer Master 2013 - Vertiefung WI: Wirtschaftsinformatik
Master 2013 - Katalog AS: Anwendungs- und systemorientierte Module
Master 2013 - Vertiefung WI: Wirtschaftsinformatik
Master 2006 - Katalog AS: Anwendungs- und systemorientierte Module
Master 2006 - Vertiefung AE: Application Engineering
Master 2006 - Vertiefung TK: Telekommunikation
Master 2006 - Vertiefung WI: Wirtschaftsinformatik
MN Data Science 2016 - Katalog M-I_I: Allgemeine Wahlpflicht Informatik
Lehrform:V+P = Vorlesung+Praktikum
SWS:2+2
CP:6
Prüfung:Klausur
Anmeldung zur Prüfung:explizit und unabhängig von der Belegung
PVL (z.B. Praktikum):benotet (benotete Ausarbeitung (und ggf. Präsentation); unbenotetes Praktikum)
Anteil PVL:30%
Häufigkeit des Angebots:jährlich
Erforderliche Vorkenntnisse:Grundkenntnisse der BWL mindestens im Umfang der Bachelor-Pflichtvorlesung werden vorausgesetzt. Empfehlenswerte ergänzende LV im Masterstudium ist z.B. "Business Process Engineering". Während in dieser LV die betriebswirtschaftlichen Gesamtzusammenhänge im Mittelpunkt stehen, werden im Business Process Engineering die Inhalte dann in Richtung einer konkreten IT-Umsetzung vertieft.
Lernziele:Die Studierenden sollen
  • Grundbegriffe von prozessorientierten Organisationen kennen und verstehen, insbesondere Dualismus von Aufbau- und Ablauforganisation und die Wertschöpfungskette als Leitidee jedes Unternehmens.
  • Einsatzformen von IT in prozessorientierten Organisationen kennen und verstehen, z.B. für die operative Prozesssteuerung, für Informationszwecke, für die Rationalisierung, aber auch hinsichtlich der disruptiven Effekte, wie beispielsweise die synchrone Verfügbarkeit der gleichen Information an vielen Stellen (und was das dann an neuen Geschäftsprozessen ermöglicht)
  • IT-Prozessmanagement als Bindeglied zwischen Unternehmens-strategie und IT-Umsetzung kennen und verstehen: IT-Prozessmanagement setzt die Strategie um, inspiriert jedoch durch zugleich auch neue strategische Konzepte und setzt auch Constraints.
  • Geschäftsprozesse mithilfe von Modellierungssprachen (EPK, BPMN) analysieren, modellieren und statisch-quantitativ bewerten können (typische, minimale und maximale Durchlaufzeiten und Kosten).
  • Referenzprozessmodelle für prozessorientierte Organisationen kennen und verstehen (z.B. Branchenstandard-Software)
  • alternative Umsetzungsmöglichkeiten von IT-Prozessmanagement kennen und vergleichend bewerten können (Reengineering vs. evolutionäre Verbesserung)
  • typische Ansatzpunkte von Optimierungen beim IT-Prozessmanagement kennen und in praktischen Fallbeispielen anwenden können (z.B. Eliminierung von Redundanzen, Parallelisierung, Klärung von Verantwortlichkeiten, Bündelungen, Bottlenecks)
  • ein Bewusstsein für die Change-Management und ethischen Aspekte von IT-Prozessmanagement entwickeln
  • Grundkenntnisse zum IT-Business-Alignment erwerben und Referenzmodelle wie z.B. Henderson & Venkatraman kennen
Lehrinhalte:
  • Von der funktions- zur (geschäfts)prozessorientierten Sichtweise von Unternehmen
  • IT-gestütztes Prozessmanagement als Bindeglied zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung (Business Process Engineering)
  • Vorgehensmodelle zum Geschäftsprozessmanagement
  • Modellierungsmethoden von Geschäftsprozessen, z.B.
    • Tabellen und Diagramme sowie Flussdiagramme
    • ereignisgesteuerte Prozessketten (Beispiel: ARIS)
    • ausführbare Modellierungssprachen (Beispiel: BPMN)
  • Metamodellierung und Referenzprozessmodelle
  • Leistungsbewertung von Geschäftsprozessen und Simulation mit dem Ziel der Prozessoptimierung
  • Rechtliche und soziale Aspekte bei der Gestaltung und Einführung von Prozessmanagement
  • Change Management als notwendige Ergänzung des Prozessmanagements
  • Fallbeispiele zum Prozessmanagement
  • Im Praktikum steht die exemplarische Umsetzung der theoretischen Anteile anhand von Fallstudien und das exemplarische Kennenlernen kommerzieller Prozessmodellierungs-Tools im Mittelpunkt.
Literatur:
  • H. J. Schmelzer, W. Sesselmann: Geschäftsprozessmanagement in der Praxis. 7. Aufl. München Wien: Carl Hanser Verlag, 2010
  • Th. Allweyer: Geschäftsprozessmanagement: Strategie, Entwurf, Implementierung, Controlling. W3L-Verlag, Herdecke 2005
  • M. Osterloh, J. Frost: Prozessmanagement als Kernkompetenz, Wiesbaden: Gabler Verlag, 5. Auflage, 2006
  • A. Gadatsch: Grundkurs Geschäftsprozessmanagement, Braunschweig/Wiesbaden: Verlag Vieweg, 7. Auflage, 2012
  • J. Becker, M. Kugeler, M. Rosemann (Hrsg.): Prozessmanagement. 6. Aufl., Springer-Verlag, 2008
  • M. Hammer, J. Champy: Business Reengineering, die Radikalkur für das Unternehmen, Frankfurt a. M. 1994 (Originaltitel: Reengineering the Corporation)
Arbeitsformen / Hilfsmittel:Seminaristische Vorlesung, Praktikum, z.T. im Labor mit Prozessmodellierungstools (z.B. ARIS) und SAP-Process Modeler
Digitale Foliensätze und Übungsaufgaben, Aktuelle Zeitschriftenaufsätze
Fallstudien zum Business Process Engineering, Research-Papers
Modulverantwortung:Urs Andelfinger
Freigabe ab:WS 2013/2014
Angebot im WS 19/20:Hofferberth
Fachliche Kompetenzen:
  • Formale, algorithmische, mathematische Kompetenzen: schwach
  • Analyse-, Design- und Realisierungskompetenzen: mittel
  • Technologische Kompetenzen: schwach (Grundverständnis von betrieblichen Anwendungssystemen und ERP-Systemen)
  • Befähigung zum Wissenschaftlichen Arbeiten: hoch
Überfachliche Kompetenzen:
  • Fachübergreifende Sachkompetenzen: Wirtschaftliche Grundkompetenz
  • Sozial- und Selbstkompetenzen: Analysekompetenz, Urteilskompetenz, Kompetenz zum Wissenserwerb, Präsentations-, Dokumentations-, Lehr- und Beratungskompetenz

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